
Termine der nächsten Projektgruppentreffen im Rahmen der Zukunftskonferenz Stadt Lichtenau
Handlungsfeld 1 "Zukunftsfähige Kinder- und Familienpolitik",
Unterlagen Vorträge und Protokolle:
"Familienpolitik in Lichtenau" (Hermann Hutsch)
"Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit 2007" (Hermann Bentler)
Protokoll "Zukunftsfähige Kinder- und Familienpolitik"
Folgende Arbeitsgruppen haben sich aus dem Handlungsfeld 1 gebildet:
A) "Marketing Lebendige Stadt"
Ansprechperson: Sandra Claes, Tel.: 0 52 95 / 9989528, E-Mail
B) "Erziehung / Bildung - Vorschule",
Ansprechperson: Annette Mersch, Tel.: 0 52 95 / 72 75, E-Mail
C) "Zukunft Schule"
Ansprechperson: Schulverwaltungsamt Stadt Lichtenau
D)"Schule und Unternehmen",
Ansprechperson: Sandra Claes, Tel.: 0 52 95 / 9989528,E-Mail
Handlungsfeld 2 "Zukunftsorientierte Seniorenpolitik"
Protokoll "Seniorenpolitik"
Auswertung der ersten Erhebung "Altern in ländlichen Regionen - Stadt Lichtenau"
Auswertung der zweiten Erhebung "Altern in ländlichen Regionen - Stadt Lichtenau"
Folgende Arbeitsgruppe hat sich aus dem Handlungsfeld 2 gebildet:
A) "Bedarfanalyse Seniorenangebote"
Ansprechperson: Sandra Claes, Tel.: 0 52 95 9989528, E-Mail
Handlungsfeld 3 "Zukunftsrobuste Siedlungsentwicklung und Infrastrukturausstattung"
Unterlagen Vortrag:
MELAP - Aktivierung innerörtlicher Potentiale
Protokoll "Zukunftsrobuste Siedlungs- und Infrastrukturausstattung"
Folgende Arbeitsgruppen haben sich aus dem Handlungsfeld 3 gebildet:
A) "Energiedorf"
Ansprechperson: Bürgermeister Dieter Merschjohann, Tel.: 0 52 95 / 89 30, E-Mail
B) "Leerstandsmanagement"
Ansprechperson: Franz-Josef Manegold, Tel.: 0 52 95 / 89 40, E-Mail
Informationsveranstaltung zur ersten Projektphase "Ideen- und Maßnahmenfindung""
10. September 2007, 19.30 Uhr im TZL
Vortrag von Landrat Manfred Müller am 10.09.2007
Bei Interesse und Rückfragen steht Ihnen Frau Claes unter Tel.: 0 52 95 / 89 57 oder Email gerne zur Verfügung. Gerne nehmen wir Ihre Projektideen mit in unseren Maßnahmenkatalog auf. Wer Interesse an der Teilnahme in den Arbeitsgruppen hat, wendet sich bitte ebenfalls an Frau Claes.
Rückblick auf die Auftaktveranstaltung "Zukunftskonferenz Stadt Lichtenau" am 29. Januar 2007 im TZL:
Lichtenau (hg) "Es ist gut, dass Sie sich jetzt um die Lichtenauer Strukturprobleme zu kümmern beginnen. Jetzt können Sie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern noch gegensteuern und beeinflussen." Das sagte Dr. Hans-Joachim Keil, Diplom-Volkswirt bei der Bezirksregierung in Detmold (RP) und dort mit Untersuchungen zum demografischen und sozioökonomischen Wandel betraut. In einem zusammenfassenden perspektivischen Fazit sagte Dr. Keil am Schluss seiner umfassenden Zahlenwerke: "Lichtenau hat die Chance, den weiteren Strukturwandel zu steuern, wenn die Verantwortlichen in der Stadt mit den Bürgern jetzt damit beginnen, Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Ansonsten werden der Marktmechanismen und/oder Finanzknappheiten bei bestehendem strukturellen Haushaltsdefizit zu ungesteuertem Infrastrukturabbau führen."
Bürgermeister Karl-Heinz Wange sprach denn auch in seiner Eröffnung vom Ringen um die Weichenstellungen die ihn veranlasst hätte, mit dieser Zukunftskonferenz sozusagen den Startschuss für weitere spezifische Diskussionsrunden und Referate auszulösen. Sinkende Geburtenraten, Abwanderungen und eine kontinuierliche Steigerung der Lebensdauer, führten mittel- und langfristig zu erheblichen Veränderungen der Altersstrukturen. Städte und Gemeinden im ländlichen Raum, vor allem Lichtenau mit seiner Flächengröße, hätten damit besondere Probleme, weil junge Menschen weiter und zunehmend abwandern wollen, die Bevölkerung schrumpfe und älter werde und die Auslastung und der Erhalt der Infrastrukturangebote damit noch schwieriger werde. Dennoch sah Karl-Heinz Wange mit Perikles optimistisch in die Zukunft: " Es kommt nicht darauf an die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein."
Bei einer Flächengröße von 192 km² und eine Einwohnerzahl von 11.260 (31.08-2005) gibt es in der Fläche der Stadt bei 58 Einwohnern pro km² nicht gerade ein Gedränge. Das sei gut für die Wohnqualität, schlechter aber z. für Erschließungskosten. Damit gehört Lichtenau zu den zehn am dünnsten besiedelten Gemeinden in NRW. Das Durchschnittsalter beträgt 39,2 Jahre. Danach sind die Menschen in Lichtenau drei Jahre jünger als im NRW- und zwei Jahre jünger als im OWL-Durchschnitt. Seit 2006 gibt es in Lichtenau seit langem wieder Einwohnerverluste. Bis 2020 prognostiziert die Bezirksregierung einen Einwohneranstieg um 8,5 %, hält diese Prognose aus heutiger Sicht aber für zu optimistisch.
Lichtenau hatte im Jahr 2005 nur 96 Kinder unter einem Jahr und könnte damit nach heute gültigen Richtlinien genau vier Eingangs-Grundschulklassen betreiben. Für die bestehenden drei Grundschulen, die künftig mindestens je 192 Schülerinnen und Schüler haben sollten, eine belastende Prognose. Auch für den langfristigen Bestand einer zweizügigen Hauptschule sind die Zahlen nicht ausreichend.
Die Zahl der Kinder im Kindergartenalter nimmt von 2003 bis 2010 um 19 % (um 72 Kinder) ab. Das sind drei Kindergartengruppen weniger. Von 2001 bis 2020 nimmt die Zahl allerdings wieder um 45 (+14 %) zu. Das wären wieder zwei Gruppen mehr. Von 2003 bis 2016 nimmt die Zahl der Kinder im Grundschulalter von 624 um 174 auf 450 ab (-28%). Das wären bei einer Klassenstärke von 24 Schülern 7 Grundschulklassen weniger. Bis 2020 steigt dann die Schülerzahl wieder um eine Grundschulklasse an.
Die Zahlen bei den heute unter 30-jährigen werden von 2003 bis 2015 von 618 um 203, (+33%) ansteigen. Das wird eine verstärkte Nachfrage nach höherwertigem Wohnraum auslösen, wenn die jungen Erwerbspersonen in Lichtenau bleiben. In den höheren Altersgruppen wird die Zahl der Einwohner sinken, die Nachfrage nach Wohneigentum wird sich verringern. Geerbte Immobilen werden vermehrt angeboten, wenn die Erben nicht mehr in der Region leben. Die steigende Zahl er älteren Senioren wird künftig eine Zunahme bei der Nachfrage nach Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen auslösen.
In drei Handlungsfeldern: Zukunftsfähige Kinder- und Familienpolitik, Zukunftsorientierte Seniorenpolitik und Zukunftsrobuste Siedlungsentwicklung und Infrastrukturausstattung, will Bürgermeister Wange diese vielfältigen Problematiken mit ihren gravierenden Auswirkungen analysieren und diskutieren. "In alle Handlungsfelder ragen die Auswirkungen auf die Wirtschaft der Stadt hinein", so Wange. Nahezu alle der knapp 80 Konferenzteilnehmer trugen sich in ein Handlungsfeld nach ihrer Interessenlage ein. Die Arbeitskreise seien weiterhin offen und könnten nach Meldung in der Stadtverwaltung (05295-8957, Sandra Claes) weitere Interessenten aufnehmen.
Zahlen und Fakten zum Strukturwandel der Stadt Lichtenau finden Sie hier: Strukturwandel Lichtenau (4,7 MB)
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