
Dorfladen ist Haus der Gespräche
Herbram (hg) „Michaelis In Herbram bleibt erhalten!“ Mit Edip und Ismuni Yalcin aus Schloss Neuhaus übernimmt eine Familie türkischer Herkunft und christlich-aramäischen Glaubens den ehemaligen Edeka-Markt von Hilde Michaelis und führt ihn als Frischmarkt weiter. (Das WV berichtete). So war denn Pfarrer Josef Wördehoff, bevor er den Segen zum Gelingen des Unternehmens erteilte, guter Hoffnung, dass hier ein Haus des Handelns und der Gespräche erhalten bleibe.
Diese Hoffnung hatte auch Ortsvorsteher Volker Jung, der die Grüße der Bürgerschaft und des Bürgermeisters mit dem Rat und der Verwaltung überbrachte: „Ich gratuliere der Familie Yalcin zu ihrer mutigen unternehmerischen Entscheidung.“ Und die Herbramer und die Menschen der Nachbardörfer forderte er auf, mit den Füssen abzustimmen und mit ihren Einkäufen im Dorf die örtliche Infrastruktur zu erhalten und zu stärken. Denn ob eine Sache gelinge, könne man nur durch Ausprobieren erfahren.
Ein herzliches Wort des Dankes richtete er an die ehemalige Inhaberin des Herbramer Edekaladens, Hilde Michaelis. Sie habe es verstanden, das Geschäft, das über fünf Generationen im Familienbesitz war, auch in Zeiten von Krisen zu erhalten und über Stolpersteine hinweg zu führen. Dass es ihr jetzt gelungen sei, die Geschäftsnachfolge erfolgreich zu regeln, sei ein Glücksfall für Herbram. Das symbolische Präsent eines Landschaftsfotos von Herbram solle die Verbundenheit der Herbramer mit der Familie Yalcin ausdrücken.
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