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Bürgermeister Dieter Merschjohann rückt die Vorwürfe des Kirchenvorstandes zur Kindergartensituation in Lichtenau richtig

"Völlig unverständlich, nicht nachvollziehbar und vor allen Dingen nicht richtig"

Bürgermeister Dieter Merschjohann rückt die Vorwürfe des Kirchenvorstandes zur Kindergartensituation in Lichtenau richtig. Der Konzeptvorschlag der Stadt an den Kreis als Jugendhilfeträger, den kath. Kinder­garten künftig zweizügig und den kommunalen dreizügig zu führen, ist das Ergebnis einer Besprechung mit dem Kreis am 06.01.2010, an dem auch Vertreter des Kirchenvorstandes teilgenommen haben. Jetzt zu behaupten, hiervon erst aus der Presse zu erfahren, ist nicht nachvollziehbar. Zu den Sitzungen der Handlungsgruppe Kindergarten-Neubau war der Kirchenvorstand immer eingeladen, hat aber nicht regel­mäßig teilgenommen.

"Ich habe Verständnis für eine mögliche Sorge um den Erhalt von Arbeitsplätzen, habe aber kein Ver­ständnis für die Schärfe, die jetzt von Seiten des Kirchenvorstandes in diese Diskussion gebracht wird. Seit zwei Monaten habe ich das Gespräch mit dem gesamten Vorstand gesucht, um mit allen zu spre­chen. Das war nicht möglich; ich habe aber in dieser Angelegenheit mehrere Gespräche mit zwei Vertre­tern des Kirchenvorstandes geführt, in denen ich den Standpunkt der Stadt ausführlich dargelegt habe. Dass wir uns nicht einigen konnten, steht  aber auf einem völlig anderen Blatt", so Merschjohann weiter. 

Auf der Grundlage der vorhandenen Planungszahlen ergibt sich für Lichtenau zukünftig ein Platzbedarf für vier Gruppen der 2- bis 6-Jährigen, wobei diese sich gleichmäßig auf beide Einrichtungen verteilen wer­den. Der weitere Platzbedarf für die 0- bis 3-Jährigen soll, wie es konzeptionell für das gesamte Kreisge­biet vorgesehen ist, an das Familienzentrum des kommunalen Kindergartens angeschlossen werden, so dass hierfür eine zusätzliche Gruppe zu führen ist. 

Danach ist es also verantwortbar, den kommunalen Kindergarten umzubauen, oder gar einen Neubau zu planen. Es ist aber nicht verantwortbar, auf die Zuschüsse für die u3-Plätze zu verzichten. Also gab es von Anfang an keine andere Diskussion, als die Schaffung von drei Gruppen im kommunalen  Kindergar­ten. Das war allen Seiten bekannt und war bereits Gegenstand der allerersten Anbauplanung, die be­kanntlich in Lichtenau zu intensiven Diskussionen um Für und Wider An/Neubau geführt hat. "Jedem war das bewusst, ein Großteil der Lichtenauer Bevölkerung will ausdrücklich den Neubau des kommunalen Kindergartens." 

Zum abschließenden Vorwurf, die Stadt Lichtenau hätte den Kreis Paderborn aus eigenem Interesse be­einflusst, den Förderantrag der kath. Kirchengemeinde zum Ausbau von  u3-Plätzen nicht weiterzugeben, erklärt der Bürgermeister: "Soweit mir bekannt ist, lag dieser Förderantrag  beim erzbischöflichen Gene­ralvikariat zur Prüfung und zur Genehmigung. Das ist ein ganz normaler Vorgang, der auch offensichtlich ein paar Tage Zeit in Anspruch nimmt. Den Vorwurf, dass wir den Kreis Paderborn beeinflusst hätten, den Antrag nicht weiter zu geben, kommentiere ich nicht. Ich bleibe sachlich". 

Die Gespräche mit dem Kirchenvorstand werden Anfang der kommenden Woche weitergeführt.


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